Tutorial

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ELPHONYS ZeichentippSammlung Hier in der Randspalte findest du kleine Tipps, die sich mehr auf den Grundgedanken der jeweiligen Technik beziehen. Es ist nämlich auch wichtig, dass man das Prinzip verstanden hat und nicht bloß die Beispielbilder abzeichnet.

Hallo und herzlich willkommen zu meiner kleinen Sammlung an Zeichentipps! Alles, was ich dir hier zeige, ist nur meine eigene Vorgehensweise, die keinesfalls perfekt sein muss, für mich im Moment aber recht gut funktioniert. Mich würde es sehr freuen, wenn dir der eine oder andere Tipp behilflich sein kann!

Nun erst mal viel Spaß und Erfolg beim Lesen, Schauen und vor allem: Mitmachen!

Kapitel I: Hände Für Hände habe ich mehrere Techniken parat. Ein paar bauen aufeinander auf, andere eignen sich für bestimmte Einsatzgebiete wie Greifen, Perspektive u.a. ganz gut.

Hände, Hände... Wir tragen sie ständig mit uns herum und benutzen sie bei fast jeder Gelegenheit - manchmal ohne, dass wir es uns bewusst sind. Oft merken wir erst, dass wir sie haben, wenn wir sie eine Weile nicht benutzen können (z.B. Durch eine Verletzung) oder wenn wir anderweitig Schmerz spüren (wie etwa zu heißes Wasser, wenn wir uns unsere Finger irgendwo einklemmen oder uns am Papier schneiden). Als Zeichner verbindet man mit Händen aber eher Kopfschmerzen: Es dauert eine halbe Ewigkeit, bis Hände wie Hände aussehen und fast noch mal so lange, bis sie gut genug sind, damit man damit auch raffiniertere Dinge mit ihnen anstellen kann (wie etwa die Gefühle über die Hände statt über das Gesicht ausdrücken). Lange Rede kurzer Sinn: In diesem Kapitel zeige ich dir, wie ich dieses Problem handhabe...!

Hände Tipp I: Der Handschuh Das Wichtige hierbei ist, dass die Gesamtform der Handhaltung stimmt und man sich nicht an jedem einzelnen Finger aufhält. Die Finger bewegen sich meistens immer als Einheit und fast nie völlig unabhängig voneinander. (Und wenn doch, tut’s weh...) Da der Daumen hier sowieso eine Sonderrolle hat, zeichnen wir ihn auch Extra.

Klingt blöd, ist es auch, funktioniert aber prächtig: Zeichne einfach nur einen simplen Handschuh. Keine einzelnen Finger: Einfach nur eine große Fläche, die fast genauso aussieht und groß ist, wie die der Handfläche. Dann noch den Daumen andeuten und der Spaß kann losgehen:

Hände Tipp I: Der Handschuh Für z.B. Das Umklammern von Gegenständen stelle dir den 4Finger-Block als Papier (also flach) vor, welches sich um ihn herum wickelt. Das Gleiche gilt, wenn einige Finger sich nach innen beugen, knicken, fächern, usw. . Wann immer es kompliziert wird und etwas verdeckt wird: Einfach das “Papier” an der entsprechenden Stelle knicken oder biegen.

Bei einigen Skizzen war Perspektive im Spiel, d.h. Einige Stellen waren verdeckt bzw. Verdreht. Schauen wir uns das genauer an: Eigentliche Handform Unsichtbare Stellen

Zudem weichen einige vom reinen Handschuh ab: Es treten einzelne Finger hervor. Dies bringt uns bereits zum nächsten wichtigen Schritt, bei dem wir die Finger dann einzeichnen werden. Fürs erste ist aber nur die Gesamtform wichtig. Praxisaufgabe: Suche dir ein Foto oder nimm deine eigene Hand und vereinfache ihre Haltung, indem du größere Fingergruppen zusammenfasst. Stimmt die Grundform, kann man die Geste bereits ohne die Finger erkennen.

Hände Tipp II: Wurstfinger Der Grund hierfür ist wieder, dass die Gesamtform stimmt und man sich nicht in unwesentlichen Details verliert. Die Details kommen im letzten Schritt.

Klingt wieder dümmer als es eigentlich ist: Zeichne die eigentlichen Finger relativ dick und kantig. Das Zwischenergebnis sieht so aus: Hilfsdreieck für den Daumenansatz Unsichtbare Stellen

A

B

C Gut, in meinem Beispiel sind die Wurstfinger nicht ganz so extrem. ^^ Diese immer noch groben und einfachen Formen helfen wieder dabei, wenn es um das Vorstellen von Räumlichkeit geht (siehe Bsp. A und B). Das rote Dreieck hilft sehr, beim Zeichnen des (möglichst) korrekten Ansat